Die natürliche Hautpflege

Weißt du eigentlich, dass du deine Hautpflege auch als Laie selbst herstellen kannst? Funktioniert sogar leichter als ich es mir anfangs selbst gedacht habe. Rein natürlich und tierversuchsfrei versteht sich. Unsere Haut braucht um einiges weniger als uns in der Werbung vorgegaukelt wird. Eine Tagescreme, eine Nachtcreme, eine Bodybutter, für empfindliche Haut, für trockene Haut. Ich behaupte man kann für alle Gegebenheiten dieselbe Creme nutzen.


Eine gesunde Haut ist oft mit weniger Pflege glücklicher. Sie ist dazu gemacht uns zu schützen - sie weiß wie das geht. Je mehr eine gesunde Haut mit Fetten und Feuchtigkeitslotion versorgt wird, umso eher stellt sich die eigene Fettproduktion ein und verlernt die eigene Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden. Daher sollte besonders die Haut von Kindern nicht überpflegt werden. Andernfalls verlernt die Haut ihre schützenden Aufgaben bereits sehr früh und ist später umso mehr auf Cremes und Lotion angewiesen.


Nebenbei möchte ich auch erwähnen, dass nur eine Ernährungsumstellung und ein gesünderer Lebensstil langfristig eine positive Auswirkung auf deine Haut hat und auch die beste Creme auf dieser Welt deine ungesunden Angewohnheiten nicht ausgleichen kann. Du kannst jedoch mit natürlicher und basischer Hautpflege deinen Körper bestmöglich unterstützen.


Eine gesunde Hautpflege sollte

  • frei von chemischen Inhaltsstoffen sein

  • insbesondere keine Parabene, Silikone, Paraffine oder andere Erdölprodukte enthalten

  • keine gentechnisch veränderte oder bestrahlte Substanz enthalten

  • einen - wenn überhaupt - geringen Alkoholanteil aufweisen

  • ausschlißlich aus hochwertigen pflanzlichen Rohstoffen bestehen

Lese weiter wenn du dich für den Aufbau unserer Haut, die Auswirkung der Psyche auf die Haut sowie ganzheitliche Tipps interessierst oder springe direkt zum REZEPT für eine einfache selbstgemachte Hautpflege.


Unsere Haut gehört mit einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern zu den größten Organen des Körpers und umgibt uns wie ein maßgeschneiderter Mantel.

Die Haut zeigt uns und unseren Mitmenschen wie wir leben: Partytiger, Nachteule, Sonnenanbeter, Stubenhocker, bei traurigen Menschen ist sie teigig und bei frohlichen Menschen voller Spannkraft und rosig.


Grob unterteilt besteht die Haut aus drei Schichten:


Die Oberhaut (Epidermis) ist die äußere Schicht der Haut. Sie bildet die schützende Hornschicht. In der relativ dünnen Oberhaut verlaufen keine Blut- oder Lymphgefäße, weshalb sie über die Lederhaut ver- und entsorgt wird. Die Epidermis besteht vorwiegend aus den so genannten Keratinozyten. Sie bilden den Hornstoff Keratin. Kerativ ist ein Faserprotein, das die Haut wasserabweisend macht und Festigkeit verleiht. Die gesunde Oberhaut erneuert sich alle 4 Wochen.

Zwischen den Keratinozyten befinden sich auch die Melanozyten. Eine Zellart, die das Farbpigment Melanin bildet und somit unsere Hautfarbe bestimmt.


Die Lederhaut (Dermis) besteht hauptsächlich aus Bindegewebe, das reichlich Kollagen und Elastin enthält. Beides sind Faserproteine, die für eine straffe und elastische Haut sorgen. Die Dermis ist um ein Vielfaches dicker als die Oberhaut. In ihr verlaufen die Blut- und Lymphgefäße, die Nervenzellen, Talgdrüsen und Schweißdrüßen. Je schneller die Zahl der Faserproteine der Haut abnimmt, umso zahlreicher und tiefer werden die Falten. Neben den natürlichen Alterns sorgen verschiedene Einflüsse aus Umwelt, Ernährung und Psyche für die Bildung freier Radikale und sorgen für eine schnellere Alterung. Antioxidantien wirken dem entgegen. Hier kannst du nachlesen warum: https://www.mitdernatur.net/post/antioxidantien-freie-radikale


Die Unterhaut (Hypodermis) dient als Bindeglied zwischen Haut und dem übrigen Körper, da sich ihr Muskeln, Knochen, Knorpeln und Organe anschließen. Sie dient mit ihren eingelagerten Fettzellen auch als Energiespeicher und je nach Fettleibigkeit kann diese Schicht 0,5 mm - 3 cm dick sein. Das unterste Ende der Haarwurzeln ist hier verankert.


 

Es kann sein, dass industriell hergestellte Cremes Faserproteine aus Schweins- oder Fischhäuten enthalten, aber erstens zu wenig um Wirkung zu zeigen und zweitens nicht dorthin gelangen wo sie benötigt werden würden. Das einzige für was man die teuren indistruell hergestellten Cremes einsetzen kann ist die Oberhaut vor Austrocknung zu schützen. Hierführ benötigen wir aber kein teures Markenprodukt mit fraglichen Inhaltsstoffen, die unseren Organismus schädigen sondern hochwertige Öle, Kräuterextrakte oder Blütenwasser, die die Haut nicht zusätzlich in ihrer Entgiftungstätigkeit belasten.


Die Zahl der in der Kosmetikindustrie verwendeten Stoffe ist so groß (mind. 8000), dass sie ganze Bücher füllen. Diese Zusatzstoff-Listen sind sogar im Buchhandel erhältlich und beschreiben die einzelnen Stoffe und die Wirkung auf den Menschen. Auch wird angegeben ob diese bedenklich oder nicht bedenklich sind und für die Naturkosmetik zugelassen sind oder nicht. Aber auch hier ist Vorsicht geboten - Naturkosmetik ist nicht gleich Naturkosmetik und man sollte einem gekauften Produkt nicht blind vertrauen sondern auch dessen Inhalttstoffe checken.





Auch über unsere psychische Verfassung gibt die Haut Auskunft. Sie sollte daher niemals getrennt vom Nervensystem betrachtet werden. Spannend ist, dass man hierbei als Mensch selten bis keine Kontrolle hat welche Emotionen "an die Öffentlichkeit" gelangen. Bei Zorn, Scham und Schüchternheit errötet die Haut, bei Angst erblasst sie und bei Entsetzen haben wir eine Gänsehaut. Bei Aufregung wird sie nass, bei Freude glüht sie und bei Panik ist sie eiskalt.

Tiefsitzende seelische Belastungen können langfristig eine Auswirkung in Form von Hautkrankheiten haben wenn sie unaufgearbeitet bleiben, da die Haut als Spiegelbild unserer Seele fungiert.


Die Haut lässt uns Nähe empfinden. Wenn wir die körperliche Nähe zu anderen Menschen fühlen, dann spüren wir nicht nur den anderen Menschen, sondern auch uns selbst und zwar ganz anders und intensiver. Die Nähe mit anderen Menschen macht uns körperlich und seelisch gesund und lässt uns somit auch näher und bewusster zu uns selbst sein. Dabei muss diese Nähe nicht unbedingt Berührungen einschließen sondern dass wir bestehende Kontakte pflegen und neue Kontakte knüpfen um im Fluss des Lebens zu bleiben und Freude am Miteinander zu haben.


 

Ganzheitliche Tipps für eine gesunde Haut:


  1. VIEL REINES WASSER TRINKEN

  2. BEWEGUNG AN DER FRISCHEN LUFT

  3. GEMÄSSIGTE SONNENBÄDER

  4. VERZICHTE AUF LEBENSMITTELZUSATZSTOFFE UND NAHRUNGSMITTEL MIT ERHÖHTER ALLERGENITÄT

  5. VERMEIDE ÜBERTRIEBENE HYGIENE

  6. AUSGELASSENHEIT, FRÖHLICHKEIT, HARMONIE IM ALLTAG UND MITMENSCHLICHEN BEZIEHUNGEN

  7. BENUTZE AUCH CHEMIKALIENFREIES WASCHMITTEL

  8. SORGE FÜR EINE INTAKTE GESUNDE DARMFLORA

  9. ACHTE AUF EINE GUTE SCHLAFQUALITÄT UND -QUANTITÄT

  10. MEIDE GENUSSGIFTE WIE ZUCKER, NIKOTIN UND ALKOHOL



DIY: Schüttellotion und Feuchtigkeitscreme


Ich habe vorab einen heißen Ölauszug gemacht aus 100g biologischen Sonnenblumenöl und 10 g frischen Blüten aus Löwenzahn und Gänseblümchen. Bei getrockneten Blüten oder Kräutern nur die Hälfte der angegebenen Menge nehmenn.

Pflanzenteile zerkleinert in einem Topf mit Öl aufkochen lassen und 30 Minuten ziehen lassen, abseihen, fertig. Der Ölauszug hält sich max. 12 Monate.


Schüttellotion

Dafür benötigst du eine Flasche deiner Wahl mit einem Pumpspray.

Diese Flasche füllst du mit 50% Hydrolat oder Tee und 50 % mit einem Ölauszug deiner Wahl.

Vor Gebrauch schütteln und auf die Haut sprühen.


Feuchtigkeitscreme

Vorerst eine Salbe rühren. Für diesen Vorgang einfach den Ölauszug mit 10% Bienenwachs-Anteil erwärmen (z.Bsp.: bei 100g Öl 10g Bienenwachs) bis das Wachs geschmolzen ist und anschließend auskühlen lassen, ab und an rühren.

Wenn die Salbe Zimmertemperatur erreicht hat mixt man diese gemeinsam mit 50 % Hyrolat oder Tee (z.Bsp.: bei 100g Öl 50g Flüssigkeit) mit Hilfe eines Pürierstabs solange bis sich Fett und Wasser vermischt und eine homogene Masse entstanden ist. In sterile Gläser abfüllen.

Um die Haltbarkeit zu verlängern würde ich kleine Mengen herstellen und die ungeöffneten Gläser bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.


Du kannst die Lotion und Creme auf deine Bedürfnisse anpassen. Informiere dich über die Eigenschaften der verschiedensten Basisöle und Blüten bzw. Kräutern in Kursen oder im Internet.


Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei! :)