Rohkostkuchen - no bake cake

Rohkostkuchen ... - lest sich auf den ersten Blick etwas langweilig, oder? :)

Aber Rohkostkuchen bzw. Rohkostdesserts sind super gesund und kommen wie der Name so schön sagt ohne Backen aus. Wertvolle Inhaltsstoffe der Zutaten allen voran verwendetes Obst oder Gemüse (z.B. Karotten) bleiben somit erhalten.


Rohkostkuchen sind in der Regel vegan, glutenfrei und frei von raffinierten Zucker.

Aufgrund der Tatsache, dass keine tierischen Produkte vorhanden sind hält sich der Kuchen auch sehr lange und büsst an keinerlei Geschmack ein. Man kann das Dessert bedenkenlos eine Woche im Kühlschrank lagern oder sogar für einen Monat einfrieren.


Das Weißmehl wird ersetzt durch Nüsse, noch mehr Nüsse :) und zum Binden des Teiges verwendet man eine glutenfreie Alternative. Datteln und Rosinen lassen dich vergessen, dass absolut kein Gramm weißer Zucker verwendet wurde.


Das ist nicht nur ein wahrer Gaumenschmaus, sondern gleichzeitig unglaublich nährstoffreich: Nüsse enthalten reichlich gesunde Fette, Eiweiß, sättigende Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Mineralstoffreiche Datteln schlagen mit gesundem Calcium, Kupfer, Zink, Kalium, Magnesium und vielen Vitaminen zu Buche.







 

Wann spricht man von Rohkost?

In der Rohkost wird bis zu maximal 45°C erhitzt, um Speisen zu erwärmen oder sie zu trocknen. Diese Temperaturgrenze ist wichtig, weil bei 45°C die Hitzetoleranz der Pflanzen endet und manche Vitamine denaturieren und inaktiv werden. Die Meinungen gehen allerdings auseinander, wo die Obergrenze wirklich liegt. Viele setzen sie bei 42,5 °C an, andere wählen die 45°C. Durch das schonende Erwärmen (Dörren) auf 42,5 oder 45°C wird dem Lebensmittel Wasser entzogen, ohne dabei die Nährstoffe zu zerstören. So lassen sich nicht nur Gemüsechips oder getrocknetes Obst herstellen – ihr könnt damit auch Brot backen, Kuchen, Saucen und viele andere kreative Gerichte zaubern.

 

BUCHTIPP rohvegane Desserts Simply Raw Bakery: Rohköstlich & vegan backen von Gabriele Danek

 
REZEPT Karottenkuchen rohvegan mit Cashew-Kokos-Frosting

zart

natürlich gesüßt

vollgepackt mit Karotten

perfekt gewürzt

vollwertig

richtig lecker


Zutaten


Frosting

150 g rohe Cashews

120 ml Kokosmilch / kein Kokosdrink

30 ml Zitronensaft

45 ml Agavendicksaft

1 TL Vanilleextrakt


Kuchen

220 g fein geraspelte Karotten

400 g verpackte entsteinte Medjool-Datteln

300 g Walnüsse

2 TL Vanilleextrakt

1/4 TL Meersalz

1,5 TL gemahlener Zimt

1 TL gemahlener Ingwer

1 Prise Muskatnuss

72 g Kokosnussmehl (oder Mandelmehl oder Haferflockenmehl ersetzen)

41 g Rosinen


Zubereitung

1. Die Cashews 30 Minuten - 1 Stunde in heißem Wasser einweichen.

2. Rasple die Karotten mit einer Kastenreibe oder dem Reibeaufsatz deiner Küchenmaschine und stelle sie beiseite.

3. Dann die entsteinten Datteln in einem Hochleistungsmixer schubweise und vorsichtig immer mit einem Spatel nach unten kratzen. Püriere sie, bis kleine Stücke übrig bleiben oder sich eine Kugel bildet. Aus der Küchenmaschine nehmen und beiseite stellen.

4. Gib die Walnüsse, Vanille, Salz und Gewürze in den Zerkleinerer und mixe solange bis eine halbfeine Masse entstanden ist. Dann füge die Nuss-Mischung zu den Datteln und den Karotten und vermenge sie mit einem Kochlöffel oder Spaten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

5. Füge das Kokosmehl und die Rosinen hinzu und rühre nochmals durch.

6. Eine 18cm-Springform mit Backpapier auslegen und den Kuchenteig hineingeben.

7. Mithilfe eines Trinkglases um alles gleichmäßig in eine Schicht zu drücken. Wenn die Masse am Glas kleben bleibt, wickle sie in Backpapier ein.

8. Die eingeweichten Cashews abspülen und abtropfen lassen. Zusammen mit Kokosmilch, Zitronensaft, Agavendicksaft und Vanille in einen Hochleistungsmixer geben und auf höchster Stufe pürieren, bis die Masse sehr cremig und glatt ist und verteile sie auf den Kuchenboden.

9. Vor dem Servieren einige Stunden im Kühlschrank stehen lassen damit das Frosting andickt.


Beim Servieren kannst du den Kuchen bis zu 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, aber dann kann es sein, dass das Frosting weich wird und "schmilzt".


Solltest du kein Fan von dem Frosting sein, kannst du den Kuchen auch ohne Frosting zubereiten oder den fertigen Teig zu Kugeln formen :)