Der Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt beschreibt alle Mechanismen, die das Verhältnis zwischen Säuren und Basen im menschlichen Organismus regulieren. Das gesunde Säure-Basen-Verhältnis beträgt 2:8. Für 2 Säuren werden also 8 Basen benötigt. Eine optimale Säure-Basen-Verteilung ist eine wichtige Voraussetzung für gesunde Zell- und Organfunktionen und damit für unsere Gesundheit.



Gemessen wird das Säure-Basen-Verhältnis mit dem pH-Wert. Für jedes Organ und jede Körperflüssigkeit ist ein optimaler pH-Wert vorgesehen denn nur bei einem optimalen pH-Wert können sie optimal arbeiten. Die meisten Körperflüssigkeiten und Organe bevorzugen ein basisches Milieu. Logischerweise muss unser Körper auch vorwiegend mit Basen versorgt werden.


Blut - 7,365

Speichel - 7 bis 7,1

Gallenflüssigkeit - 7,1

Magen - 1,2 bis 3

Dünndarm - 7,5

Bauchspeicheldrüse - 8,3

 

Exkurs:

Die pH-Wert-Skala ist keine lineare sondern eine logarithmische Skala und die Einstufung einer Säure oder Base erhöht sich von Wert zu Wert um den Faktor 10 - sprich eine Säure mit pH-Wert 3 ist 10x saurer als eine Säure mit pH-Wert 4, 100x stärker als eine Säure mit pH-Wert 5 und 1000x stärker als eine Säure mit pH-Wert 6. Weiters ist eine starke Base genauso ätzend wie eine starke Säure.

 

Es gibt jedoch auch Säuren im Körper, die sehr wichtig sind und ohne diese unser Organismus nicht funktionieren würde. Dies wäre z.B. die Magensäure, die Milchsäure im Darm und in der Scheide.

Fruchtsäure aus Früchten kann unsere Gesundheitlich nicht negativ beeinflussen (sofern Früchte in Maßen genossen werden) - im Gegenteil: sie fördern die Verdauung, die Darmperistaltik und die Bildung von Enzymen.


Leider ist es mit der modernen Ernährungs- und Lebensweise so, dass diese sehr säureüberschüssig ist.

Sehr viele Säuren nehmen wir mit der Nahrung zu uns oder sie stammen aus unserem Körper. Ja, da gab es auch bei mir ein großes "Aha!?", als ich die Liste zum ersten Mal las.

  • Kohlensäure - Mineralwasser

  • Gerbsäure - schwarzer Tee, Kaffee

  • Phosphorsäure - Cola, Softdrinks, Back- und Teigwaren

  • Essigsäure - Weißmehlprodukte, gezuckerte Speisen und Getränke

  • Harnsäure - tierisches Eiweiß

  • Schwefelsäure - Schweinefleisch, Back- und Teigwaren

  • Salpetersäure - Schweinefleisch

  • Acetylasalicylsäure - Medikamente

  • die meisten Stoffwechselprozesse in den Zellen setzen Säuren frei

  • negative Gedanken erzeugen Säuren

  • Bewegungsmangel verhindert die zügige Ausscheidung der Säuren

  • übertriebener Sport erzeugt Säuren

  • Umweltbelastungen, Toxine, Elektrosmog erzeugt Säuren

  • Körperpflege, die reich an synthetischen Inhaltsstoffen ist belastet unseren Körper mit Säuren

  • über Waschmittel, Haushaltsreiniger, etc. gelangen säurebildende Toxine in den Körper



Unser Körper hat Notfall-Mechanismen um nicht total zu übersäuern und lagert neutralisierte Salze, im schlechtesten Fall die Säuren selbst ein, in der Hoffnung es kommt der Tag an dem mehr Basen als Säuren eingenommen werden. Leider ist es in der modernen Ernährungs- und Lebensweise wie oben beschrieben so, dass vermehrt Säuren eingenommen werden und dies führt nach Jahren oder Jahrzehnten zu folgenden Beschwerden:

  • Allergien

  • Bindegewebsschwäche

  • Bluthochdruck

  • chronische Müdigkeit

  • Cellulite, Besenreiser

  • Depressionen

  • Durchblutungsstörungen

  • Entzündungen

  • Erschöpfung

  • Gicht

  • Haarausfall

  • Hautprobleme

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Konzentrationsstörungen

  • Kopfschmerzen

  • Osteoporose

  • Rheumatische Erkrankungen

  • unerklärliches Schwitzen

  • unerklärliche Nervosität

  • Übergewicht

  • Verdauungsstörungen

  • usw.


Warum ist es also so wichtig mehr Basen als Säuren zu sich zu nehmen?

Wenn also übermäßig viele Säuren eintreffen, kann der Körper diese mit Hilfe der Neutralisierung unschädlich machen. Neutralisiert werden Säuren meist mit Hilfe von basischen Mineralstoffen. Aus der Kombi Säure-Base entsteht dann Wasser und eine neutrale Verbindung, die "Salz" genannt wird.

Dadurch verlieren Säuren ihren sauren, ätzenden Charakter und sie werden zu Neutralsalzen.

(Achtung: Hier ist kein Natriumchlorid = Kochsalz gemeint! Auch Carbonate, Sulfate und Phosphate , etc. können "Salze" sein.) Neutralsalze schaden dem Körper nicht unmittelbar und werden so lange eingelagert bis die Ausscheidungsorgane gerade nicht überlastet sind um diese auszuscheiden.


Diese basischen Mineralstoffe werden aus der Nahrung oder aber auch aus körpereigenen Mineralstoffdepots, z.B.: Knochen, Haarboden, Blutgefäßwänden, Bindegewebe entnommen.

Wenn Minerale aus den körpereigenen Depots entnommen werden handelt es sich lediglich um eine Leihgabe. Das heißt mit der nächsten (hoffentlich basenüberschüssigen) Nahrung werden basische Mineralstoffe wieder an Knochen und Co. zurückgegeben.


Da Säuren (in einer gewissen Menge) immer - auch bei der gesündesten Ernährung - im Körper entstehen und dies folglich völlig natürlich ist, hat der menschliche Organismus im Laufe der Evolution verschiedene Methoden entwickelt, wie er mit diesen "normalen" Säuremengen umgehen und diese wieder loswerden kann.

Dies passiert z.B. über die Lunge, über die Nieren, über die Haut, über die Menstruation, etc.


Fazit: Solange immer wieder genügend basische Mineralstoffe mit der Nahrung eintreffen und die Ausscheidungsorgane einwandfrei funktionieren, ist also alles nicht weiter tragisch.


 

10 Tipps um im Alltag regelmäßig zu entsäuern

So kannst du deinem Körper helfen, wieder zu einer besseren Vitalität, Leistungsfähigkeit, Potenz und Lebenskraft zu finden.


  1. BASENÜBERSCHÜSSIGE ERNÄHRUNG 80% basenbildende und 20% säurebildende Lebensmitteln

  2. BASISCHE MINERAL- UND VITALSTOFFE ganzheitliche Nahrungsergänzungsmittel, die Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitalstoffe im natürlichen Verbund liefern

  3. TRINKEN ca. 2,5 Liter reines, kohlensäurefreies Wasser / 1-2x am Tag eine Tasse basischer Tee

  4. BASENBÄDER dient zur Unterstützung der Ausleitung über die Haut Voll- oder Fußbad mindestens 45-60 Minuten

  5. BASENSTRÜMPFE wenn für Voll- oder Fußbad keine Zeit ist

  6. BASISCHE KÖRPERPFLEGE führen keine zusätzlichen Säuren sondern Basen zu und unterstützen auf diese Weise bei der Entsäuerung über die Haut

  7. BEWUSSTE ATMUNG Yoga-Atmung - Atem 3 Minuten bewusst beobachten - dann zählt man beim Einatmen bis vier und beim Ausatmen ebenfalls (15x) - Atem 3 Minuten bewusst beobachten - dann zählt man beim Einatmen bis 5 und beim Ausatmen bis 8 oder 10 (durch die Nase) Ziel ist es zwischen Ein- und Ausatmen sowie zwischen Aus- und Einatmen den Atem für 2-3 Sekunden anzuhalten ohne hektisch nach Luft schnappen zu müssen

  8. GEMÄßIGTER SPORT UND SAUNA

  9. BÜRSTENMASSAGEN aktivieren den Lymphfluss und auf diese Weise wird die schnellere Ausleitung von Säuren und Toxinen gefördert

  10. BITTERSTOFFE in Form von Tees oder Präparaten fördern die Verdauung als auch den Stoffwechsel und beschleunigen damit die Ausleitung der Säuren